Trading Ratgeber

Dein Kompass für das Börsenspiel und die reale Finanzwelt

Im cash Börsenspiel handelst du mit virtuellem Kapital und erlebst, wie sich deine Anlageentscheide entwickeln – ganz ohne finanzielles Risiko. Nutze dein Börsenwissen, sammle Erfahrung, vergleiche dich mit anderen Spielerinnen und Spielern und sichere dir die Chance auf den Hauptpreis.

Hier erfährst du, welche Anlagestrategien und Anlageklassen du im Börsenspiel nutzen kannst.

Strategien für nachhaltigen Erfolg

1. Die 5-Finger-Regel der Diversifikation

Setze niemals alles auf eine Karte. Die 5-Finger-Regel der Diversifikation ist ein vereinfachtes Konzept, um das Anlagerisiko durch Streuung über verschiedene Bereiche zu minimieren. Sie besagt, dass Investitionen auf mindestens fünf Säulen verteilt werden sollten. Ein stabiles Depot im Spiel (und im Leben) sollte verschiedene Branchen und Anlageklassen mischen. Wenn die Tech-Aktien fallen, fangen Rohstoffe oder Gold den Verlust vielleicht ab.

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2. Zeit vs. Timing

"Time in the market beats timing the market." Wer ständig hin- und her wechselt, zahlt oft drauf (Gebühren und verpasste Chancen). Im Börsenspiel ist zwar Aktivität gefragt, aber eine durchdachte Strategie schlägt meist hektisches Daytrading.

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3. Psychologie: Gier und Angst

An der Börse wird oft nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch gehandelt. Wenn alle kaufen (Hype), ist es oft schon zu spät. Wenn alle panisch verkaufen, ergeben sich oft die besten Einstiegschancen.

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4. Positionsgrössen: Die Macht der 10%

Eine goldene Regel lautet: Investiere niemals mehr als 10% deines Gesamtkapitals in eine einzelne, riskante Position (wie ein Derivat oder einen kleinen Krypto-Coin).

Der Vorteil: Wenn dieser Wert massiv einbricht, ist dein restliches Depot immer noch gesund und du bleibst im Ranking konkurrenzfähig.

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5. Investieren vs. Spekulieren (Wissen als Rendite)

Verstehe den Unterschied: Investieren heisst, Anteile an Unternehmen zu kaufen, an deren langfristigen Erfolg du glaubst. Spekulieren heisst, auf kurzfristige Preisänderungen zu wetten (oft bei News oder Hypes).

Der Check: Bevor du handelst, frage dich: "Kaufe ich das gerade, weil ich eine fundierte Meinung dazu habe, oder nur, weil der Kurs gerade steil nach oben zeigt?" Wer informiert handelt, schlägt den "Glücksritter" auf lange Sicht fast immer.

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6. Quellen-Check: Fakten statt “FOMO”

An der Börse gibt es keine exklusiven Abkürzungen zum Reichtum. „Heisse Tipps“ von Freunden, aus Chatgruppen oder von Social-Media-Influencern führen oft direkt in die FOMO-Falle (Fear Of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen).

Der Profi-Weg: Bevor du kaufst, prüfe die Fakten. Nutze seriöse Quellen wie Geschäftsberichte oder Analysen auf cash.ch.

Die goldene Regel: Wenn dir jemand eine Rendite ohne Risiko verspricht, ist es kein Investment, sondern ein Warnsignal. Bilde dir immer deine eigene Meinung, bevor du auf “Kaufen” klickst.

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Tipp: Egal, ob du ganz am Anfang stehst oder bereits erste Schritte am Aktienmarkt gemacht hast – im cash Ratgeberbereich findest du leicht verständliche Erklärungen und praktische Tipps rund ums Investieren und den Börsenhandel.

Anlageklassen im Börsenspiel

Aktien

Warum in Aktien investieren?

Aktien bieten dir im Börsenspiel die Chance auf langfristiges Wachstum und realistische Markterfahrung, da du direkt an der Entwicklung einzelner Unternehmen und deren Kursbewegungen teilnimmst. Sie sind ein Eigentumsanteil an einem realen Unternehmen. Wenn du z.B. 100 Apple-Aktien kaufst, gehört dir ein winziger Teil der Büros, der Patente und der zukünftigen Gewinne von Apple.

Wie entstehen Gewinne mit Aktien?

An der Börse gibt es zwei Wege, wie dein virtuelles (und reales) Vermögen wächst:

  1. Kursgewinne: Du kaufst eine Aktie für 100 CHF und verkaufst sie später für 120 CHF. Die Differenz ist dein Profit.
  2. Dividenden: Viele Unternehmen schütten einen Teil ihres Jahresgewinns an die Aktionäre aus.
    Beispiel: Die Zurich Insurance Group zahlt oft attraktive Dividenden. Wenn du die Aktie hältst, wird dir dieser Betrag (proportional zu deinen Anteilen) gutgeschrieben – unabhängig vom aktuellen Kurs.

Die wichtigsten Kennzahlen (Deine Analyse-Tools)

Bevor du im Spiel "Kaufen" klickst, solltest du diese drei Begriffe kennen. Sie helfen dir zu entscheiden, ob eine Aktie "teuer" oder "günstig" ist:

  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn pro Aktie.
  • Marktkapitalisierung (Market Cap): Der Gesamtwert aller Aktien einer Firma (Kurs * Anzahl der Aktien)
  • Volatilität: Ein Mass für die Schwankungsbreite. Eine Aktie mit hoher Volatilität springt wild auf und ab – gut für Trader, nervenaufreibend für langfristige Anleger.

Strategien für das Börsenspiel

A. Value-Strategie (Der "Warren Buffett"-Weg)

Du suchst nach soliden Unternehmen, die vom Markt aktuell unterbewertet werden. Du achtest auf starke Bilanzen und stetige Gewinne.

  • Ziel: Langfristiger, stabiler Zuwachs.

B. Growth-Strategie (Die Wachstums-Wette)

Du investierst in junge Firmen (oft Tech, KI oder Biotech), die heute noch kaum Gewinn machen, aber die Welt von morgen verändern könnten.

  • Ziel: Massive Kurssteigerungen in kurzer Zeit.
  • Risiko: Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, stürzt der Kurs rapide ab.

Zykliker vs. Nicht-Zykliker

  • Zykliker: Firmen, deren Geschäft stark von der Wirtschaft abhängt (z. B. Autobauer, Luxusgüter wie LVMH). Geht es der Weltwirtschaft gut, boomen sie.
  • Nicht-Zykliker (Defensiv): Firmen, deren Produkte immer gebraucht werden (z. B. Lebensmittel wie Nestlé oder Pharma wie Roche). Sie bieten Schutz in Krisenzeiten.

Die Psychologie: Warum Kurse wirklich schwanken

Kurzfristig werden Aktienkurse nicht nur durch Fakten, sondern durch Emotionen getrieben:

  1. News-Flow: Quartalszahlen, neue Produkte oder CEO-Wechsel sorgen für sofortige Reaktionen.
  2. Zinspolitik: Wenn die Nationalbanken die Zinsen erhöhen, werden Aktien oft unattraktiver gegenüber Sparkonten oder Obligationen.
  3. Herdentrieb: Wenn alle kaufen, steigt der Preis oft über den fairen Wert hinaus (Blasenbildung).

Fonds & ETF

Warum in Fonds / ETFs investieren?

Fonds und ETFs sind das Rückgrat für einen langfristigen Vermögensaufbau. Im Börsenspiel sind sie das ideale Werkzeug für Spieler, die eine Basisstrategie verfolgen und nicht jede einzelne Aktie selbst analysieren möchten. Mit Fonds und ETFs kannst du im Börsenspiel auf breite Märkte setzen, dein Risiko streuen und gleichzeitig die Performance ganzer Branchen oder Indizes abbilden.

Was ist der Unterschied? (Aktiv vs. Passiv)

MerkmalKlassischer Anlagefonds (Aktiv)ETF (Passiv)
ManagementEin Fondsmanager entscheidet aktiv über Käufe.Ein Computer bildet stur einen Index nach.
ZielDen Markt schlagen (besser sein als der Index).Genau so gut sein wie der Markt.
Kosten (TER)Höher (meist 1.0% – 2.0% p.a.).Sehr niedrig (oft 0.05% – 0.5% p.a.).
HandelKauf oft über die Fondsgesellschaft (1x täglich).Handelbar an der Börse wie eine Aktie (sekündlich).

ETFs: Die Demokratisierung der Börse

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Korb voller Wertpapiere. Wenn du einen ETF auf den Schweizer Leitindex SMI kaufst, investierst du automatisch in die 20 grössten Schweizer Firmen (Nestlé, Novartis, Roche etc.).

Warum soll Ich im Börsenspiel ETFs nutzen?

  • Kein Totalverlust-Risiko: Eine einzelne Firma kann pleitegehen, aber dass 20 (SMI) oder 1’500 (MSCI World) Firmen gleichzeitig wertlos werden, ist praktisch ausgeschlossen.
  • Sektoren-Wetten: Du glaubst, dass Technologie-Aktien oder das Gesundheitswesen diesen Monat boomen? Statt eine Firma zu wählen, kaufst du einen Branchen-ETF (z.B. Cybersecurity oder Clean Energy).
  • Geringe Volatilität: Dein Depot schwankt weniger stark als bei Einzelaktien, was dich vor emotionalen Fehlentscheidungen schützt.

Wichtige Fachbegriffe

  • TER (Total Expense Ratio): Die Gesamtkostenquote pro Jahr. Im Börsenspiel spielt das eine untergeordnete Rolle, im echten Leben ist es entscheidend für deine Rendite.
  • Replikationsmethode: Physisch: Der ETF kauft die echten Aktien wirklich. Synthetisch (Swap): Der ETF bildet die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte ab.
  • Thesaurierend (Acc): Dividenden werden nicht ausgezahlt, sondern sofort wieder investiert. Das maximiert den Zinseszinseffekt.
  • Ausschüttend (Dist): Die Dividenden werden deinem Konto gutgeschrieben – du hast "Cash" für neue Investitionen.

Strategien für dein Portfolio

Der "Core-Satellite"-Ansatz

Dies ist die Strategie der Profis, um im Börsenspiel stabil oben mitzuspielen:

  • Core (Kern): 70% deines Kapitals steckst du in breit gestreute ETFs (z.B. Welt-Index oder SMI). Das ist dein Sicherheitsnetz.
  • Satellites (Satelliten): Die restlichen 30% nutzt du für riskantere Einzelaktien, Kryptos oder Derivate, um die nötige Performance für die Spitzenplätze im Ranking zu holen.

Rebalancing

  • Wenn deine Kryptowährungen massiv steigen, machen sie plötzlich 50% deines Depots aus – das Risiko steigt. Verkaufe einen Teil der Gewinne und bringe dein Portfolio mit stabilen ETFs wieder ins Gleichgewicht, um dein ursprüngliches Risikoprofil wiederherzustellen.

Zusammenfassung für den Trading-Alltag

ETFs sind perfekt für die "Set and Forget"-Mentalität. Im Börsenspiel helfen sie dir, eine solide Untergrenze für deine Performance einzuziehen, während du mit anderen Assetklassen auf die Jagd nach dem Wochensieg gehst.

Rohstoffe

Warum in Rohstoffe investieren?

Rohstoffe (Commodities) sind die Grundbausteine der Weltwirtschaft. Im Börsenspiel bieten sie eine spannende Möglichkeit, das Depot zu diversifizieren, da sie oft anderen Gesetzmässigkeiten folgen als Aktien.

Rohstoffe haben keinen "inneren Wert" wie eine Aktie (keine Gewinne oder Dividenden). Ihr Preis wird rein durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Schutz vor Inflation

Wenn das Geld an Wert verliert, steigen oft die Preise für Sachwerte wie Gold oder Öl. Rohstoffe gelten daher als klassischer "Inflationsschutz".

Portfolio-Diversifikation

Rohstoffe korrelieren oft gering mit Aktien. Das bedeutet: Wenn die Aktienmärkte fallen, können Rohstoffe stabil bleiben oder sogar steigen (besonders Gold in Krisenzeiten). Dies beruhigt deine Depotkurve.

Geopolitische Absicherung

Energiepreise reagieren extrem sensibel auf politische Spannungen in Förderregionen (z. B. Naher Osten). Im Börsenspiel kannst du Rohstoffe nutzen, um auf solche globalen Ereignisse zu reagieren.

Was sind Rohstoffe eigentlich?

Im Finanzwesen unterteilen wir Rohstoffe in zwei Hauptkategorien, um die Marktlogik besser zu verstehen:

  • Hard Commodities: Natürliche Ressourcen, die abgebaut oder gefördert werden müssen (z. B. Gold, Rohöl, Kupfer). Sie sind physisch begrenzt und haltbar.
  • Soft Commodities: Agrarprodukte, die angebaut werden (z. B. Kaffee, Weizen, Zucker, Kakao). Ihre Verfügbarkeit hängt stark von Jahreszeiten und Wetter ab.

Die vier wichtigsten Gruppen im Überblick

GruppeBeispieleHaupttreiber
EdelmetalleGold, Silber, PlatinInflation, Geopolitik, Zinsniveau ("Sicherer Hafen")
EnergieErdöl (Brent/WTI), ErdgasWeltkonjunktur, OPEC-Beschlüsse, Konflikte
IndustriemetalleKupfer, Aluminium, NickelInfrastruktur, E-Mobilität, Chinas Bauwirtschaft
AgrarrohstoffeWeizen, Mais, KaffeeWetterextreme, Ernteerträge, Handelszölle

Wie handelst du Rohstoffe im Spiel?

Da du dir kein Fass Öl in das Wohnzimmer stellen kannst, nutzt du im Spiel (und an der Börse) zwei Wege:

  • ETCs (Exchange Traded Commodities): Ähnlich wie ETFs, aber speziell für einen einzelnen Rohstoff oder einen Rohstoffkorb. Ein Gold-ETC bildet den Goldpreis fast 1:1 ab.
  • Rohstoff-Aktien: Du investierst in Firmen, die Rohstoffe fördern (z. B. Glencore, Rio Tinto oder Shell). Achtung: Diese Firmen verdienen mehr, wenn der Rohstoffpreis steigt, unterliegen aber auch den Risiken des Aktienmarktes (Managementfehler, Streiks).

Profi-Check: Was beeinflusst den Preis?

Bevor du einen Rohstoff-Trade platzierst, prüfe diese Faktoren:

  • Der US-Dollar: Da die meisten Rohstoffe weltweit in Dollar gehandelt werden, führt ein starker Dollar oft zu sinkenden Rohstoffpreisen (und umgekehrt).
  • Lagerbestände: Sinken die weltweiten Ölvorräte schneller als erwartet? Das ist meistens ein Signal für steigende Preise.
  • Wetterberichte: Bei Agrarrohstoffen wie Kaffee können Frostnächte in Brasilien den Preis innerhalb von Stunden nach oben treiben.
  • Tipp für das Börsenspiel: Rohstoffe sind oft sehr volatil (schwankungsanfällig). Sie eignen sich hervorragend für kurzfristige Spekulationen auf Nachrichten-Ereignisse, sollten aber selten mehr als 5-10 % deines Gesamtdepots ausmachen.

Derivate & Hebelprodukte

Was sind Derivate?

Derivate sind Finanzinstrumente (Verträge), deren Wert sich von einem Basiswert wie Aktien, Rohstoffen oder Indizes ableitet. Sie ermöglichen es im Börsenspiel, gezielt und überproportional auf Kursbewegungen zu spekulieren oder Positionen abzusichern. Der Handel mit Derivaten ist hochriskant – Kurse können stark schwanken und Verluste entstehen sehr schnell, selbst über den eingesetzten Betrag hinaus.

Das mächtigste Werkzeug: Der Hebel (Leverage)

Der Hebel macht Derivate für Trader besonders interessant. Er erlaubt es dir, mit einem kleinen Einsatz eine grosse Menge des Basiswerts zu kontrollieren.

  • Wie es funktioniert: Bei einem Hebel von 10 bewegt sich dein Derivat um 10%, wenn der Basiswert (die Aktie) sich nur um 1% bewegt.
  • Die Chance: Du kannst dein Kapital im Vergleich zum direkten Aktienkauf vervielfachen.
  • Das Risiko: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Verliert die Aktie 10%, ist dein Investment bei einem 10er-Hebel bereits bei einem Totalverlust (100% Minus).

Die zwei Richtungen: Long & Short

Im Gegensatz zum klassischen Aktienkauf kannst du mit Derivaten in jeder Marktphase Geld verdienen – auch wenn die Kurse fallen.

  • Call (Long): Du setzt darauf, dass der Kurs des Basiswerts steigt. Du kaufst dir das Recht (oder die Partizipation), an Kursgewinnen überproportional teilzuhaben.
  • Put (Short): Du setzt darauf, dass der Kurs fällt. Je tiefer die Aktie sinkt, desto wertvoller wird dein Put-Derivat. Dies ist ideal, um ein bestehendes Aktiendepot gegen Verluste abzusichern (Hedging).

Die gängigsten Arten im Börsenspiel

In diesem Börsenspiel konzentrieren wir uns auf die zwei beliebtesten Hebelprodukte. Beide ermöglichen es dir, mit wenig Einsatz überproportional an Kursbewegungen teilzunehmen – aber sie funktionieren unterschiedlich.

Warrants

Warrants sind der Klassiker im Schweizer Handel. Du kaufst hier das Recht, einen Basiswert (z. B. die Nestlé-Aktie) zu einem festgelegten Preis (Strike) bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Der Zeitwertverfall: Das ist dein grösster Feind. Ein Warrant verliert jeden Tag an Wert, je näher das Ende der Laufzeit rückt – selbst wenn sich der Aktienkurs nicht bewegt.

  • Der Zeitwertverfall: Das ist dein grösster Feind. Ein Warrant verliert jeden Tag an Wert, je näher das Ende der Laufzeit rückt – selbst wenn sich der Aktienkurs nicht bewegt.
  • Das Risiko: Liegt der Kurs am Ende der Laufzeit nicht über dem Strike (beim Call) bzw. darunter (beim Put), verfällt der Schein wertlos.
  • Eignung: Ideal für kurzfristige Wetten auf starke Kursausbrüche.

Mini-Futures

Mini-Futures sind ideal für alle, die den Hebeleffekt wollen, aber den komplizierten Zeitwertverfall der Warrants umgehen möchten. Sie folgen dem Basiswert fast 1:1.

  • Open-End: Im Gegensatz zu Warrants haben Mini-Futures meist keine feste Laufzeit. Du kannst sie theoretisch ewig halten.
  • Die Stop-Loss-Barriere: Erreicht der Kurs des Basiswerts eine festgelegte Grenze (Stop-Loss), wird das Produkt sofort beendet. Im Gegensatz zu klassischen Knock-outs erhältst du bei Mini-Futures oft noch einen kleinen Restwert zurück – aber der Trade ist dann gelaufen.
  • Finanzierungskosten: Da die Bank dir den Hebel "finanziert", wird die Stop-Loss-Barriere regelmässig minimal angepasst.
  • Eignung: Perfekt für Trader, die Trends reiten wollen, ohne sich um die Volatilität oder das Ablaufdatum sorgen zu müssen.

Ein kurzer Vergleich für deine Strategie:

MerkmalWarrantMini-Future
LaufzeitBegrenzt (Verfallsdatum)Unbegrenzt (Open-End)
ZeitwertverfallHoch (frisst Gewinn auf)Keiner
HebelVariabel (Greeks)Konstant / Direkt
TotalverlustAm Laufzeitende möglichBei Erreichen des Stop-Loss

Die wichtigsten Kennzahlen für dein Trading

Bevor du investierst, schau auf diese Werte im Spiel:

  • Hebel (Leverage): Wie aggressiv ist das Produkt? (Anfängern wird ein Hebel von 2–4 empfohlen, Profis nutzen 10+).
  • Basispreis (Strike): Welches Preisniveau muss der Basiswert erreichen, damit das Derivat "im Geld" ist?
  • Abstand zum Knock-Out: Wie viel Prozent darf die Aktie gegen mich laufen, bevor mein Geld weg ist?

Profi-Strategien für das Börsenspiel

  • Das "Hebel-Portfolio": Setze niemals dein gesamtes Kapital auf ein Derivat. Erfahrene Spieler nutzen 85% in soliden Aktien/ETFs und nur 15% für "Hebel-Wetten", um im Ranking nach oben zu springen.
  • News-Trading: Erwartest du übermorgen extrem gute Quartalszahlen bei einer Firma? Ein Call-Warrant kurz vor der Bekanntgabe kann dein Depot massiv beflügeln.
  • Absicherung (Hedging): Wenn du Angst vor einem Börsencrash hast, kaufe einen Put auf den SMI. Die Gewinne des Puts können die Verluste deiner Aktien im Depot ausgleichen.
  • Derivate sind keine "Buy and Hold"-Anlagen. Sie erfordern tägliche Beobachtung. Im echten Leben solltest du Derivate erst anfassen, wenn du die Preisbildung und die Risiken vollständig verstanden hast.

Kryptowährungen

Warum in Kryptowährungen investieren?

Kryptowährungen sind die „Wildcard“ im Börsenspiel. Sie sind technologisch hochkomplex, extrem volatil und emotional getrieben. Oft als “digitales Gold” bezeichnet, haben sich Kryptowährungen als eine völlig neue Anlageklasse etabliert, die durch ihre enorme Geschwindigkeit und Unabhängigkeit besticht.

Was ist eine Kryptowährung eigentlich?

Kryptowährungen sind digitale Vermögenswerte, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Eine Blockchain ist ein dezentrales, digitales Kontobuch, das jede Transaktion fälschungssicher speichert. Es gibt keine Zentralbank; das Netzwerk kontrolliert sich selbst.

Kryptowährungen sind die „Wildcard“ im Börsenspiel. Sie sind technologisch hochkomplex, extrem volatil und emotional getrieben. Oft als “digitales Gold” bezeichnet, haben sich Kryptowährungen als eine völlig neue Anlageklasse etabliert, die durch ihre enorme Geschwindigkeit und Unabhängigkeit besticht.

Die zwei Giganten

  • Bitcoin (BTC): Die erste und bekannteste Kryptowährung. Er wird oft als „digitales Gold“ bezeichnet, da seine Menge auf 21 Millionen Einheiten begrenzt ist. Bitcoin dient primär als Wertspeicher.
  • Ethereum (ETH): Mehr als nur Geld. Ethereum ist eine Plattform für Smart Contracts (digitale Verträge). Auf dieser Basis entstehen dezentrale Apps (dApps) und Finanzsysteme.

Warum schwanken Kryptos so extrem? (Volatilität)

Im Börsenspiel wirst du merken: Während eine Aktie um 2% schwankt, kann ein Krypto-Asset um 20% springen. Warum?

  • Marktgrösse: Der Kryptomarkt ist im Vergleich zum Aktienmarkt noch klein. Grosse Kauf- oder Verkaufsorders von „Walen“ (Anlegern mit sehr viel Kapital) bewegen den Preis massiv.
  • 24/7 Handel: Kryptobörsen schlafen nie. Nachrichten aus Asien am Sonntagmorgen können den Kurs beeinflussen, während die traditionellen Börsen geschlossen sind.
  • Sentiment: Da es keine Dividenden oder Bilanzen gibt, wird der Preis stark von Psychologie, Hypes auf Social Media und regulatorischen News (z. B. Verbote oder Zulassungen durch die SEC) getrieben.

Die Welt der Altcoins

Alles, was nicht Bitcoin ist, nennt man Altcoins.

  • Utility Tokens: Haben einen Nutzen innerhalb eines bestimmten digitalen Ökosystems.
  • Stablecoins: Kryptowährungen, die an den Wert einer stabilen Währung (z. B. US-Dollar) gekoppelt sind. Sie dienen im Krypto-Trading als „sicherer Hafen“.
  • Memecoins (z. B. Dogecoin): Entstehen oft als Scherz. Sie haben meist keinen technologischen Nutzen und werden rein durch Hypes getrieben – hohes Risiko!

Strategien für das Börsenspiel

Das "Halving" verstehen

Alle vier Jahre halbiert sich die Menge der neuen Bitcoins, die erzeugt werden. Historisch gesehen führte dies oft zu massiven Kurssteigerungen. Im Börsenspiel lohnt es sich, solche langfristigen Zyklen im Hinterkopf zu behalten.

Diversifikation innerhalb von Krypto

Setze nicht alles auf einen unbekannten Altcoin. Eine solide Strategie besteht darin, den Grossteil des Krypto-Anteils in Large Caps (BTC, ETH) zu halten und nur einen kleinen Teil für spekulative Coins zu nutzen. Im Börsenspiel kannst du folgende Kryptowährungen handeln: Bitcoin, Ethereum, XRP, Cardano, Solana, Tron, Dogecoin, Binance Coin.

Korrelation mit Tech-Aktien

Oft bewegen sich Kryptowährungen im Gleichschritt mit dem US-Technologieindex Nasdaq. Wenn die Zinsen steigen und Tech-Aktien fallen, geraten meist auch Kryptos unter Druck.

Security & Literacy: Wichtige Begriffe

  • Wallet: Deine digitale Brieftasche. Im Spiel übernimmt das System die Verwahrung, in der Realität bist du selbst für die Sicherheit deiner "Keys" verantwortlich.
  • FOMO (Fear Of Missing Out): Die Angst, etwas zu verpassen. Dies ist oft der Grund, warum Anfänger bei Höchstpreisen kaufen.
  • HODL: Ein Tippfehler, der zum Kultbegriff wurde. Er steht für das sture Halten einer Position, egal wie tief der Kurs fällt.
  • Warnhinweis: Im Börsenspiel kannst du mit Kryptos schnell an die Spitze klettern, aber auch genauso schnell ans Ende des Feldes durchgereicht werden. Nutze sie als Beimischung, nicht als alleinige Strategie.

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